Initiative Zukunft Beruf Augenoptik startet seine Mission

Veröffentlicht am 24. Januar 2020

SWAV gründet IZBA

Speyer, 24. Januar 2020 – Der Fachkräftemangel macht sich in allen Berufszweigen bemerkbar – natürlich auch in der Augenoptik. Diesem aktuellen und zukünftigen Problem stellen sich der Südwestdeutsche Augenoptiker-Verband und seine angeschlossenen Organisationen mit vereinten Kräften. Zu diesem Zweck gründete der mitgliederstärkste Landesinnungsverband die Initiative Zukunft Beruf Augenoptik, kurz:
IZBA.

Über die Initiative

Die Initiative Zukunft Beruf Augenoptik befasst sich mit dem Fachkräftemangel, der sich in der Augenoptik bemerkbar macht. Ein Gewerk, in dem beinahe Vollbeschäftigung herrscht, muss sich für die Zukunft noch besser aufstellen, um den Mangel von innen und außen zu beheben. Die aktuelle Problematik der Branche Steigende Auszubildendenzahlen im gesamten Bundesgebiet erfreuen die Branche – denn ein breites Interesse am Ausbildungsberuf ist positiv. Doch: Nicht nur beenden rund 25 Prozent der Auszubildenden die Ausbildung vorzeitig – nein, auch ein Viertel der Junggesellen wandert nach der Ausbildung in einen anderen Beruf ab. Der Anteil der weiblichen Auszubildenden liegt bei circa 75 Prozent. Familienplanung und Rückkehr in den Beruf sind nur zwei Aspekte, die bereits jetzt und vermehrt in der Zukunft in die betrieblichen Planungen einbezogen werden müssen.

Die Arbeitslosenzahlen werden monatlich erfasst und schwanken bundesweit zwischen 400 und 600. Das entspricht Vollbeschäftigung und führt dazu, dass Betriebe händeringend gut ausgebildetes, freies Personal suchen und ihre Suche sich als langwierig und auch schwierig erweist.

Wie entwickelt sich die Statistik?

Die Zahl der Arbeitslosen in der Augenoptik wird sich in den kommenden Jahren weiter nach unten orientieren. Auch die Anzahl der Betriebsstätten sinkt von Jahr zu Jahr und es findet eine Konzentration auf größere Einheiten statt. Da der Anteil in der Bevölkerung, der eine Sehhilfe benötigt, stetig zunimmt, kommt es weiterhin zu einer hohen Auftragslage. Der Wettbewerb steigt. Der Augenoptiker muss mit Qualität überzeugen, wird sich aber dem Preiswettkampf ebenso stellen müssen. Um eine flächendeckende Versorgung gewährleisten zu können, muss dem Wegzug aus ländlichen Regionen entgegengetreten werden. Ebenfalls müssen mehr Gesellen im Beruf gehalten werden. Dies sollte einhergehen mit wachsenden Meisterprüfungen, einer besseren betrieblichen Grundlage für eine optimale Work-Life-Balance für die Arbeitnehmer und guten Arbeitsbedingungen.

Was kann die IZBA tun?

Mit einer mobil optimierten Webseite, einem Positionspapier und weitreichenden Informationen zum Beruf präsentiert die Initiative einerseits die attraktiven Seiten der Augenoptik, lässt auf der anderen Seite aber die Probleme nicht außer Acht. Informationen für eine breite Zielgruppe – von Studienabbrechern über Familien bis hin zu Gesellen – sollen helfen, im Dschungel an Wissen den Überblick zu behalten. Hilfestellungen geben zudem die neuen IZBA-Seminare und Webinare, die 2020 für Innungsmitglieder des SWAV kostenfrei und für Nicht-Innungsmitglieder oder Innungsmitglieder anderer Innungen kostengünstig angeboten werden. Hier liegt der Fokus klar auf dem Aspekt der Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung. Im laufenden Jahr wird der Fokus vermehrt auf dem Gesellenstand liegen, um die Gesellen und ihre Arbeit hervorzuheben und ihnen ihren Platz auch in der Außendarstellung zu geben.

Was können Sie tun?

Sie stehen hinter der Idee der IZBA? Dann werden Sie Partner! Je mehr Organisationen und Institutionen nach außen signalisieren, dass das
Thema „Fachkräftemangel“ aktiv angegangen werden muss, desto mehr Aufmerksamkeit wird die IZBA erreichen – und kann damit über die
Grenzen hinaus etwas bewirken. Gehen Sie auf https://www.izba.de/partner-werden/ und werden Sie kostenfrei Partner der Initiative Zukunft Beruf Augenoptik.

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