KGS-Pressemitteilung: Lebensgewohnheiten entscheidend für Kontaktlinsenwahl

Veröffentlicht am 13. September 2018

Kontaktlinsen
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Rund 3,3 Millionen Deutsche tragen Kontaktlinsen. Welche die richtigen sind, darüber entscheiden Augen, Lebensgewohnheiten und Sehansprüche der Träger. Wichtig ist, dass die Linsen vom Fachmann angepasst und regelmäßig überprüft werden.

Kontaktlinsen können mehr als nur Sehschärfe ins Auge zaubern. Der Markt ist so vielfältig wie die Anforderungen der Träger. „Nicht das Produkt ist entscheidend, sondern die Auswahl des richtigen Produktes für jeden einzelnen Träger durch den Anpasser.”, sagt Prof. Dr. Christian Kempgens vom Studiengang Augenoptik/Optometrie der Beuth Hochschule Berlin.

Hochsauerstoffdurchlässige Linsen für Vielträger

Für Menschen, die ihre Linsen täglich viele Stunden tragen, empfiehlt Prof. Kempgens hochsauerstoffdurchlässige Linsen. Dazu gehören formstabile Produkte, welche sich mit jedem Lidschlag auf dem Auge bewegen. So wird der Tränenfilm unter der Kontaktlinse ständig ausgetauscht und das Auge mit Sauerstoff versorgt. Für Menschen, die sich nicht an das anfängliche Fremdkörpergefühl gewöhnen möchten, sind hochsauerstoffdurchlässige weiche Silikon-Hydrogel-Linsen eine Alternative.

Weiche Linsen für hohen Tragekomfort

Diese Produkte sind größer als die Hornhaut, bewegen sich weniger und fühlen sich deshalb spontan komfortabler an. Die Augen gewöhnen sich schnell an die meist aus Silikon-Hydrogel bestehenden Linsen. Es gibt sie als Individual- und Austauschlinsen.

Einmallinsen für Pragmatiker

Viele Menschen lieben die Flexibilität von weichen Einmallinsen und tragen sie täglich oder auch zeitweise beim Ausgehen, zum Sport oder in Kombination mit einer Sonnenbrille. Reinigung und Pflege entfallen hier, da sie nach dem Tragen einfach entsorgt werden. Allerdings sind diese standardisierten Sehhilfen nicht für jeden und nicht für ausgefallene Fehlsichtigkeiten gemacht.

Speziallinsen für besondere Sehkorrekturen

Mit der Entscheidung für weiche und formstabile Linsen ist es aber nicht getan. Es gibt Produkte, die auf die veränderten Lebensverhältnisse wie das digitale Sehen oder die zunehmend älter werdende Bevölkerung abgestimmt sind. Alterssichtigen bieten beispielsweise multifokale Kontaktlinsen einen komfortablen Ersatz für die Gleitsichtbrille. Menschen mit Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) können torische Linsen nutzen. „Sogar das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit kann mittlerweile mit Kontaktlinsen verlangsamt werden”, so Prof. Kempgens.

Fast jeder Fehlsichtige kann von Kontaktlinsen profitieren. Wichtig ist, dass sie von spezialisierten Optometristen, Augenoptikern oder Augenärzten angepasst werden und ihr Sitz mindestens einmal jährlich überprüft wird.

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